Inhalt

Petra Goll
Solution Architect
Ihr IT-Systemhaus für ERP und Technologie.
Funktion und Bezahlmodell: Ein kurzer Überblick
Bob ist ein KI Assistent, der von IBM entwickelt wurde. Beschrieben wird er als KI-SDLC (Software Development LifeCycle) Partner, der bestehende Workflows erweitert und hilft mit Code zu arbeiten. Es handelt sich nicht um Open Source, und es gibt ein Bezahlmodell. Es können sogenannte Bob Coins erworben werden, um die „Arbeit“ von Bob zu bezahlen.
Wir haben uns die Funktionen von IBM Bob einmal genauer angeschaut.

Wo finde ich IBM Bob?
Es gibt eine eigenständige Bob-Version von Visual Studio Code. Diese muss heruntergeladen und lokal auf dem Rechner installiert werden.
Welche Modi gibt es bei Bob?
Bob passt sich an spezifische Bedürfnisse mit verschiedenen Modi an, die das Verhalten für verschiedene Entwicklungsszenarien optimieren:
- Plan Modus: Planung und Entwürfe vor der Implementierung
- Code Modus: Code schreiben, ändern oder umgestalten
- Advanced Modus: Für erweiterte Funktionen und komplexe Aufgaben
- Ask Modus: Gibt Antworten und Erklärungen zur Codebasis
- Orchestrator Modus: Koordination komplexer mehrstufiger Projekte über Fachgebiete hinweg
Was kann IBM Bob? Ein kurzer Blick zu den IBM Bob Funktionen
- 1. Code generieren: Beherrscht viele Codesprachen (Wie z.B. Java, RPG und CL – weitere aktuell nicht getestet)
- 2. Code vervollständigen: Code ändern
- 3. Refaktorieren und debuggen (bisher nicht getestet)
- 4. Code dokumentieren: Dazu muss jedoch der Code ebenfalls gut dokumentiert sein, dann waren die Ergebnisse sehr gut und hilfreich
- 5. Fragen beantworten (nicht ganz so gut im Vergleich zu ChatGPT)
- 6. Aufgaben automatisieren (bisher nicht getestet)
- 7. Dateien und Projekte erstellen: z.B. Konzepte aus Kundenanforderungen erstellen
Positiv hervorheben möchten wir vor allem die Funktionen der Dokumentation und der Konzepterstellung. Hierbei waren unsere Ergebnisse wirklich sehr gut und wir konnten die Aufgaben mit der Hilfe des Assistenten mit deutlich höherer Geschwindigkeit anlegen und fertigstellen.
Aktuelle Anwendungsfälle für IBM Bob
EPDM-Migration: Anforderung ist die Änderung der internen Datenbankstruktur. Hier hatte man dem Assistenten ein Dokument gegeben mit Informationen und der Kundenanforderung. Anschließend sollte IBM Bob einen Vorschlag machen, um die vom Kunden selbst erstellten Programme zu ändern. Binnen weniger Minuten hatte der Assistent ein Konzept von circa 20 Seiten ausgegeben. Dieses war in etwa deckungsgleich mit der Idee unserer Entwickler, jedoch fehlten auch einige Infor XA-spezifische Schritte, die BOB nicht kannte.
Code-Analyse: Die Analyse eines von einem Kunden selbst entwickelten Programms – und er sollte das Programm nach einigen vorgegebenen Parametern anpassen. Hier war jedoch das Ergebnis der Analyse relativ dürftig, da auch der Code sehr schlecht dokumentiert war und es relativ wenig Input für den Assistenten gab, da die Codequalität entsprechend schlecht war.
CL-Programm: Erweiterung eines CL-Programmes, mit dem man Sourcen aus IBM i Sourcefiles in IFS-Streamfiles kopieren kann.
Hier war Bob als Hilfe bei der praktischen Arbeit mit integriert.


Fazit zu IBM Bob
In der Bearbeitung muss man jedoch einiges beachten. Man sollte alles kontrollieren, was er macht. Programmcode ohne weitere Prüfung sollte man IBM Bob nicht erstellen lassen, da es hier großes Potential für Fehlerquellen gibt. Auch mit nicht gut dokumentiertem Code hatte der Assistent deutliche Schwierigkeiten. Einen Entwickler wird er daher nicht ersetzen können, jedoch in einigen Anwendungsfällen eine deutliche Zeitersparnis bringen.
Nähere Informationen zu Bob findet man hier: https://bob.ibm.com/docs/ide

Jetzt direkt Kontakt aufnehmen
Michael Raber
General Manager





